Kongress Vision Bewegungskinder

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Wissenschaftliches Programm und Praxisworkshops

Die Metropolregion Rhein-Neckar verfügt im Bereich der Förderung kindlicher Bewegung seit einigen Jahren über eine überdurchschnittliche Expertise. Das Motorik ABC (mit dem Aufbau-modul „Bewegte Sprache“) wurde von der BASF SE im Rahmen der „Offensive Bildung“ und der Manfred Lautenschläger-Stiftung an 139 Kindergärten initiiert und vom Institut für Sport und Sportwissenschaft umgesetzt. Aufbauend auf diesem Erfolg entstand die Idee für den Kongress Vision Bewegungskinder, der durch die BASF und die Manfred Lautenschläger Stiftung gefördert wurde. Weitere Sponsoren waren die Dietmar-Hopp-Stiftung sowie die Techniker Krankenkasse. Die Namensfindung, die Struktur sowie die inhaltlichen Kategorien wurden in einem Wissenschaftlichen Beirat unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Klaus Roth erarbeitet. Mitglieder im wissenschaftlichen Beirat waren aus dem Institut für Sport und Sportwissenschaft Prof. Dr. Rüdiger Heim, Prof. Dr. Gerhard Huber, Dr. Christina Roth und Frederik Borkenhagen. Dr. Markus Gomer vertrat die BASF, Dr. Matthias Zimmermann die Manfred-Lautenschläger Stiftung, Prof. Dr. Peter Neumann die PH Heidelberg, Heinz Janalik den Badischen Sportbund Nord und Prof. Dr. Renate Zimmer das Nifbe. Die organisatorische Kongressleitung wurde von Andrea Michels übernommen.

An den beiden Kongresstagen,27. und 28. Juni 2014, stand die Bewegungsförderung und -entwicklung im Kindesalter im Mittelpunkt. Leitthemen waren u. a. der Zusammenhang einer motorischen Frühförderung mit Themenbereichen wie Gesundheit, Wohlbefinden, Sprache und Lernen. Die vielfältigen positiven Einflüsse eines bewegungsaktiven Lebensstils in der Kindheit wurden aus den verschiedensten Perspektiven beleuchtet. Außerdem sind zahlreiche innovative Praxisprogramme vorgestellt worden, die entwicklungsgerechte Wege hin zur „Vision Bewegungskinder“ aufzeigten.

JanalikZum Referententeam gehörten 54 anerkannten Experten aus der Wissenschaft und Praxis. Nach dem Eröffnungsvortrag „Gesundheit und Krankheit: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?“ von Prof. Dr. Detlev Ganten fanden jeweils 45-minütige Hauptvorträge von Frieder Beck, Dr. Gabriele Haug-Schnabel, Prof. Dr. Klaus Roth, Prof. Dr. Ina Hunger, Heinz Janalik, Prof. Dr. Sabina Pauen, Ernst Fritz-Schubert, Prof. Dr. Wolfgang Tietze und Prof. Dr. Renate Zimmer statt. Dabei wurden Themen wie „Das sportliche Gehirn“, „Miteinander im Gegeneinander – Kinder lernen achtsames Kämpfen“, „Glück kann man lernen“ oder „Wie Sprache entsteht – Wie Sprache bewegt!“ auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse und Wissensbestände behandelt.
In den 75-minütigen Praxisworkshops/Seminaren ging es um interdisziplinäre Verknüpfungen praktischer und theoretischer Inhalte. Die Teilnehmer konnten selbst Erfahrungen sammeln und Neues ausprobieren. Die 65 Workshops/Seminare waren den folgenden neun Themenbereichen zugeordnet:

Bewegung, Gesundheit und Wohlbefinden
Bewegung ist besonders im frühkindlichen- bis kindlichen Alter nicht nur für die körperlich-motorische Entwicklung sehr bedeutend, sondern auch für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Angeboten wurden Themen wie kindliche Ernährung und Alltagsmobilität in der KiTa, Körperwahrnehmung und Entspannung.
Bewegung und Sprache
Sprache und Bewegung können sich positiv beeinflussen. Mithilfe von Geschichten-spaziergängen oder Bewegungsspielen nehmen Kinder die Inhalte besser auf, die Sprach- und Sprechfreudigkeit steigt.
Bewegung und Lernen
Kinder lernen mit mehr Spaß intensiver und sind motivierter, wenn sie sich dabei bewegen. Deshalb ist es sinnvoll, Bewegung und Spiel mit Lernen zu kombinieren. Es werden z. B. ma-thematische-naturwissenschaftliche Inhalte mit Sportanlässen verknüpft.
Bewegung und Raum
Wagnisse zulassen, Grenzen erfahren, den Raum erleben. In den Workshops wurden Bewe-gungsbaustellen und -landschaften organisiert und die Rolle der Lehrkraft als Begleiter und Impulsgeber der Spiele thematisiert.
Bewegung, Zirkuskünste und Sozialverhalten
Zirkusprojekte im Kindergarten sind besonders spannend und anregend für die Kinder. Inhalte wie Balancieren, Jonglieren und kreativ sein wurden vermittelt. Ebenso wichtig ist die Entwick-lung des Sozialverhaltens, z. B. durch Kampf- und Körperkontaktspiele.
Psychomotorik
Die Verbindung von Wahrnehmung und Bewegung stellt einen wichtigen Teil der Kindesent-wicklung dar. Beispiel: Kleine Wahrnehmungsspiele; Kinder brauchen ein positives Selbstkonzept.
Motorikförderung und Spiele
Nicht Einzelaufgaben, sondern das Spielen steht im Vordergrund. Programme wie das Motorik ABC: Sprach- und Bewegungsförderung für Kindergartenkinder, die Ballschule: Das ABC des Spielens für Grundschüler usw. fühlen sich dieser Grundphilosophie verpflichtet und wurden ausführlich präsentiert..
Musik, Tanz und Theater
Musik kann positive Auswirkungen auf Emotionen und das Befinden haben. Mithilfe von Tanz- und Bewegungsliedern wird u. a. die Beweglichkeit und Rhythmusfähigkeit geschult. Beispiel: Lieder zum Turnen und Toben; Bewegungslieder für Kinder.
AbendveranstaltungSpecials
Die Angebote im Themengebiet Specials richteten sich an die pädagogischen Fachkräfte selbst. Beispiel: Denk an dich – die Krux mit dem Kreuz.
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung gab es neben dem Eröffnungsvortrag substanzielle Statements der vier Förderer (Dr. h. c. Manfred Lautenschläger, Katrin Tönshoff, Cristina Mon-tesinos-Handtrack, Dr. Markus Gomer). Zudem präsentierten Studierende des Instituts für Sport und Sportwissenschaft und Schüler der Heiligenbergschule und Montessorieschule eine tänzerische Zeitreise. Die Sopranistin Silke Schwarz führte mit ihren Schülern eine sängerische und tänzerische Darbietung auf, u. a. mit dem eigens für den Kongress komponierten Lied „Das Lied vom Ball“.

In der Abschlussveranstaltung konnte den Teilnehmern ein Kongressfilm präsentiert werden, der an den beiden Veranstaltungstagen gedreht und zusammengestellt worden ist. Außerdem wurden Spiel- und Sportgeräte verlost, die in den Einrichtungen nach dem Kongress zum Einsatz kommen können.

Teilnehmer
Über 600 pädagogische Fachkräfte, Grundschullehrer, Studierende, Übungsleiter und weitere Interessierte nahmen am Kongress Vision Bewegungskinder teil. Die folgenden Abb. 27 und 28 illustrieren die Herkunft und die Funktion/den Beruf der Teilnehmer sowie die Verteilung der Geschlechter.

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Herkunft der Teilnehmer

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Verteilung der Teilnehmer männlich und weiblich

Helferteam/ Geräteeinsatz
An beiden Kongresstagen waren über 80 Helfer in den Bereichen Teilnehmerbetreuung (Parkplatzeinweisung, Info-Point, Anmeldung), Raum-/Hallenbetreuung (Betreuung der Teilnehmer beim Einlass und im Anschluss an die Veranstaltung, Betreuung der Referenten, der Technik und des vorhanden Equipments) sowie Gerätebetreuung (Transport der benötigten Geräte, genereller Auf- und Abbau des Kongressstandortes) im Einsatz. Über 140 verschiedene Spiel- und Sportgeräte (z. B. Tücher, Bälle, Kästen, Poolnudeln, Teppichfliesen, Würfel) wurden verwendet. Die Rückmeldungen zum Helferteam waren äußert positiv. Die Teilnehmer fühlten sich beim Kongress in Heidelberg ausgesprochen wohl.

Fachausstellung
Um ein ausgewogenes Verhältnis von Fortbildungsmaßnahmen und Austausch zu gewährleisten, wurde zusätzlich eine Fachausstellung zum Thema „Bewegung und Bildung bei Kindern“ angeboten. Die Stände der 13 Aussteller befanden sich in den Gebäuden des Olympiastützpunkts, im INF 720 und im INF 700.

Aussteller Fachausstellung Kongress „Vision Bewegungskinder“

Aussteller Fachbereich
Basisgemeinde
Wulfshagenerhütten eG Holzspielsachen
Spiel- und Bewegungsgeräte
(vor allem. Hengstenberg-Material)
Deutsche Sportjugend  Verband: Sportförderung Kinder, Jugendlicher
und junger Erwachsener
Techniker Krankenkasse
Krankenkasse
Schilling Raumkonzepte
Einrichtungsgegenstände aus Holz
AdViva GmbH
Sanitätscenter, Orthopädie Technik, Reha Technik
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Sebastian zur Heide
Fachbücher verschiedener Verlage und Autoren
Hofmann Verlag
Sportfachbücher, Sportfachzeitschriften
Initiative Durstspiegel
Initiative, um an Schulen und Kindertageseinrichtungen kostenloses Trinkwasser anzubieten
Kübler
Sport Spiel- und Sportgeräte
Limpert Verlag GmbH
Sportfachbücher sowie Sportfachzeitschriften
Ullewaeh GmbH
Ausstattung von Therapieräumen sowie Motorik- und Bewe-gungsbereichen
Verlag Herder GmbH Buchverlag
(verschiedene Themenbereiche)

Fazit
Den Teilnehmern wurde mit dem Kongress Vision Bewegungskinder eine ausgezeichnete Gelegenheit geboten, sich zum Thema Bewegungsförderung und -ent¬wicklung von Kindern weiterzubilden. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv und auch die Nachfrage nach einer Wiederholung eines solchen Kongresses ist hoch.
An beiden Veranstaltungstagen wurden zahlreiche neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxisideen präsentiert. Dabei traf für die Teilnehmer – genauso wie für Kinder – der alte Grund-satz zu, dass Erfahrungssammlungen und Lernprozesse immer dann am besten gelingen, wenn sie in eine freudvolle Atmosphäre eingebettet sind. Dieses Ziel wurde durch die vielfältigen, thematisch unterschiedlichen Praxisworkshops, Seminare und Hauptvorträge vollständig erreicht.
Exemplarische Zitate von Teilnehmern:
„Ich kann nur nochmals bestätigen, dass mir die zwei Tage wesentlich mehr gebracht haben als viele Fortbildungen die ich in meinem Leben gemacht habe! Ich hoffe sie wird in naher Zukunft wiederholt“ (Erzieherin)
„Vielen Dank für den tollen Kongress. Es wäre toll, wenn solch eine Veranstaltung regelmäßig stattfinden würde. Die BASF unterstützt ja viele Projekte in unserer Region. Der Kongress zum Bewegungsthema war genial.“ (Vereins-Übungsleiterin)
„Heute muss ich Ihnen sofort Rückmeldung geben für diese Veranstaltung. Sie war einfach super!!!. Alles sehr gut organisiert, freundliche Helferinnen und Helfer, die entspannt und gelassen waren und immer weiter geholfen haben. Der Inhalt der Veranstaltungen (Workshops) sind sofort umsetzbar in die Praxis, viele Anregungen und Variationen, sehr vielfältig, auch die Hauptvorträge alles vom Feinsten. Fünf Mitarbeiter aus unserem Team waren dabei und alle haben keine Minute bereut dabei gewesen zu sein.
Wir können nur Gutes berichten und alle die nicht teilgenommen haben, haben etwas verpasst.
Eine richtig gute gelungene und motivierend Veranstaltung.“ (Kita-Leitung)

Kinder-Ballspielfest
Vor dem Beginn des Kongresses „Vision Bewegungskinder“ fand am Freitag, 27. Juni 2014 von 9 bis 12 Uhr ein großes Kinderspielfest auf dem ISSW-Campus statt. Ein Kindergarten und vier Grundschulen aus Heidelberg nahmen daran teil. Mit großem Einsatz betreuten knapp 100 Studierenden sowie Mitarbeiter des Sportinstituts – unterstützt durch 20 Oberstufen-Schülern aus zwei umliegenden Gymnasien – die spielenden Kinder.
Neben bekannten Ballschulspielen mit der Hand, dem Fuß und dem Schläger, fanden unter anderem Bobby Car-Wettrennen, Tauziehen und Creme-Staffeln statt. Die Partnervereine des Talentförderprojekts präsentierten sich – wie schon 2011 – jeweils mit einem Mitmachangebot aus ihrer Sportart. So boten Anpfiff ins Leben einen Dribbelparcours mit Torschuss, Speed 4 einen Schnelligkeitsparcours, die Rhein Neckar Löwen eine Wurfstation, die Adler Mannheim Koordinationsübungen und Dribbling mit dem Schläger und die TSG Hoffenheim ein Fußballspiel auf kleine Tore an.
Das Spielfest war auch Bestandteil der Veranstaltungsreihe zum 50-jährigen Jubiläum des ISSW der Universität Heidelberg. Die Teilnehmerzahl konnte im Vergleich zum ersten Spielfest dieser Art (anlässlich der 625-Jahrfeier der Universität) von knapp 700 auf 922 Kindern gesteigert werden.
Zur großen Abschlussfeier kamen auch die Maskottchen der Kooperationsvereine (dem Ball-schul-Dino, Toni von Anpfiff ins Leben, Hoffi von der TSG Hoffenheim, Conny von den Rhein Neckar Löwen und Udo von den Mannheimer Adlern) und die Kinder erlebten am Ende dieses tollen Sport-Tags den bekannten deutschen Kinderliedermacher HerrH mit Musik und Tanz.